1. Wer ist asylberechtigt? Können Sie einen Asylantrag stellen?
Jeder Mensch, d.h. jede natürliche Person kann einen Antrag auf Asyl stellen, soweit er in seiner Heimat verfolgt wird oder eine Verfolgung befürchtet. Für die Antragsstellung muss man sich in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten. Für Minderjährige gelten besondere Regeln im Antragsverfahren.
2. Wissenswertes vor Antragsstellung:
Haben Sie ide BRD durch ein Nachbarland betreten? Ist dies der Fall ist Deutschland nicht für die Durchführung Ihres Asylverfahrens zuständig, sondern das Land das Sie zuerst betreten haben, soweit es sich hierbei um einen sicheren Drittstaat handelt. Werden Sie an der Grenze festgenommen, werden Sie in der Regel in das Nachbarland als sicherer Drittstaat zurück gebracht. Kann Ihnen nachgewiesen werden, dass für ihren Antrag eigentlich ein anderer Staat zuständig wäre (zum Beispiel durch Fingerabdrücke im europäischen Computersystem AFIS oder andere Anhaltspunkte), wird Ihr Asylantrag nicht bearbeitet, sondern ein Überstellungsverfahren in den zuständigen EU-Staat eingeleitet.
3. Wo ist der Asylantrag zu stellen?
Der Asylantrag ist beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu stellen. Dort müssen Sie in der Regel persönlich erscheinen. Bei der Antragsstellung stehen die Rechtsanwälte Talaysüm und Farahmand selbstverständlich beratend zur Verfügung.
4. Wissenswertes zur Anhörung:
Schon vor Ihrer Anhörung können Sie uns mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen. Hierbei können Sie bereits im Vorfeld Unsicherheiten und Fragen klären. Auf Wunsch können Sie die Rechtsanwälte Talaysüm Farahmand Sie zu Ihrer Anhörung begleiten. Damit kann aus anwaltlicher Sicht eine Kontrolle über die ordnungsgemäße Durchführung der Anhörung stattfinden.
Schreiben Sie sich als Gedächtnisstütze vor Ihrer Anhörung Ihre Fluchtgründe mit den dazu notwendigen Informationen auf. Auf diese Weise vermeiden Sie ungewollte Widersprüche in Ihren Angaben, und können diese in der richtigen Reihenfolge darlegen. Falls Sie Folter oder ähnliche Repressalien erlitten haben, unterstützen wir Sie gerne dabei möglichst schnell professionelle Hilfe zu erhalten.
Während der Anhörung können Sie in Ihrer eigenen Muttersprache sprechen. Ein Dolmetscher übersetzt Ihre Ausführungen in die deutsche Sprache. Falls vorhanden, bringen Sie alle Dokumente mit, die Ihre Verfolgungsgeschichte belegen können. Die Anhörung wird protokolliert und für die Entscheidungsfindung herangezogen. Am Ende der Anhörung werden Sie von dem Bundesamtmitarbeiter aufgefordert die Richtigkeit des Protokolls mit Ihrer Unterschrift zu bestätigen. Unterschreiben Sie das Protokoll nicht, sollten Sie Bedenken oder Zweifel an seiner Richtigkeit haben, wie etwa weil der Dolmetscher Sie nicht hat ausreden lassen, oder Sie eine Frage nicht verstanden haben, oder der Dolmetscher Ihre Ausführungen einfach nicht versteht.
5. Aufenthalt durch Asyl?
Ist das Asylverfahren abgeschlossen, so erhalten Sie in der Regel eine Asylanerkennung und/oder eine Anerkennung des Flüchtlingsstatus. Mit beidem erhalten Sie in Deutschland das Recht für einen gesetzlich definierten zeitlichen Rahmen sich in der Bundesrepublik legal aufzuhalten ohne gegen aufenthalts-, asyl- oder strafrechtliche Regelungen zu verstoßen.
Rechtlicher Hinweis:
Die hier auf dieser Seite gemachten Erläuterungen / Informationen ersetzen in keinem Fall die Rechtsberatung im Einzelfall. Es wird daher darauf hingewiesen, dass die Rechtslage je nach Einzelfall anders gelagert sein kann, und die vorstehenden Handelungen / Informationen  für die Angelegenheit nicht geeignet sind. In diesem Fall wird zu einer Konsultierung eines Rechtsanwalts ihres Vertrauens geraten.
>>> AUSLÄNDER- UND ASYLRECHT >>> Informationen zum Asylantragsverfahren
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